Off Axis Wakeboard Festival 2007
Zu Beginn kämpften die Veranstalter mit den äußerst widrigen Windbedingungen, die eher an einen Windsurfwettkampf erinnerten, als an einen Wakeboard-Contest auf einer windgeschützten Ruderanlage. Daher entschied man sich nach Probeläufen auf dem Acker, den Start auf später zu verschieben (Erfahrungswerte aus dem vorangegangenen Traniningstag und der gute Kontakt zum Flughafen München ergaben, dass gegen Nachmittag der Wind nach lassen würde).  

So eröffnete die Gruppe Gloris (CH) das Festival um das Warten auf die kommende Action zu verkürzen und um die Fahrer und das Publikum einzustimmen, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Gegen 16 Uhr ließ dann der Wind nach und die Spiele konnten nun endlich bei bestem Frühsommerwetter beginnen. Am Start waren 12 geladene Top-Rider, die sich von zwei voll beladenen Mastercraft X2 (350 PS) gezogen, im Head to Head - K.O. Modus duellierten.

Die jeweiligen Paarungen wurden vor Beginn per Los entschieden und jeder Fahrer wurde einem Boot zugewiesen, somit kam es zu einen reibungslosen Ablauf und keiner längeren Wartezeit zwischen den Läufen.

Folgende hochkarätige Fahrer kämpften um die 20.000$ Preisgeld:

Aus Europa starteten; der mehrfache nationale Meister Spaniens – Jamie Oliver, ebenfalls mehrfacher Meister seines Landes – Walter  Gianni aus Italien, Gerd Perauer und Dominik Hernler aus Österreich, Matthias Koban – amtierender Europameister aus der Schweiz, der fünffache französische Meister – Yann Calvez, Dann Nott – Nationaler Meister aus dem vereinigten Königreich und für Deutschland der zweifache deutsche Meister - Conni Schrader. El Presidente - Bernhard Hinterberger konnte verletzungsbedingt nicht starten, er brach sich Tage zuvor auf dem Trampolin das Bein (doppelter Unterschenkelbruch), schaute aber dennoch in München vorbei. Aus Nordamerika mit dabei die Topstars Kevin Henshaw, Mike Ennen und Shootingstar Sean O´Brien.

Aus deutscher Sicht musste Conni Schrader im ersten Run gegen Matthias Koban ran, kein einfacher Gegner und trotz Tricks wie Whirlybird, Offaxis 5 und Tootsieroll reichte es leider nicht für Conni und der Schweizer entschied den Lauf ganz knapp für sich.

Die Überraschung des Tages gelang dem erst 15 jährigen Österreicher Dominik Hernler. Er kickte den Favoriten Kevin Henshaw aus der Qualifikation, da dieser gleich bei seinem ersten Trick (ein 911) stürzte und damit viel Zeit in seinem 150 Sekunden dauerndem Run verlor. Dominik nutzte die Gunst der Stunde, behielt die Nerven und gelangte mit einem guten Run unter die ersten Sechs.

Als nächstes trat Dominik gegen den sehr progressiv fahrenden Sean O´Brien an, der von vielen schon als einer der Favoriten auf den Gewinnerscheck gehandelt wurde. Sean setzte sich dann auch souverän gegen Dominik durch, Tricks wie KGB, 720 Nose Grab und Nuklear Tantrum entschieden den Run für Ihn.

Der als weiterer Favorit gehandelter US Amerikaner Mike Ennen, fuhr seine Qualifikationsläufe solide nach Hause, lediglich im Semifinale konnte er gegen Dan Nott nur mit einem hauchdünnen Vorsprung gewinnen. Dan beeindruckte mit seiner technischen Fahrweise, während Mike mit sauberen Spins und einfachen stylischen Tricks die Judges beeindruckte.

Somit standen die Fahrer für das große Finale fest, Sean O´Brien traf auf Mike Ennen. Die Bedingungen für ein würdiges Finale des ersten Off Axis Wakeboard Festivals konnten nicht besser sein, spiegelglattes Wasser, tief stehende Sonne und die circa 2.500 begeisterten Zuschauer pushten die Jungs zu Höchstleistungen.

Mike Ennen begann seinen Run mit stylischen 180er und diversen Grabs, dann schaltete er aber einen Gang höher und gab Vollgas; Tantrum to Blind, Crow Mobe, Switch Crow Mobe und ein KGB über den doubleUp sind nur einige, seiner dicken Tricks in dem 333 Sekunden langen Run.

Damit lag die Messlatte für Sean O´Brien dementsprechend hoch und der Newcomer aus den Staaten, der schon den ganzen Contest über mit Style und Ästhetik glänzte, gab alles. Ein Paar seiner zahlreichen Tricks waren der KGB, Nuklear Tantrum to Blind, diverse Spins und einem dicken 720er am doubleUp aber trotzdem reichte es nicht aus, um Mike Ennen noch vom ersten Platz zu verdrängen.

Platz Drei ging verdient an Dan Nott, der als einziger Europäer mit den Amis mithalten konnte.

Nach der Siegerehrung erwarte das Publikum mit The (International) Noise Conspiracy das letzte Highlight des Festivals, die Schweden rockten was ging und setzten damit den Schlussstrich unter eine durchaus gelungene Veranstaltung.

Auf das nächste Off Axis Wakeboard Festival im Juni 2008 freuen sich alle schon heute.

Ergebnisse:

1. Mike Ennen (USA)
2. Sean O’Brien (USA)
3. Dan Nott (UK)
4. Matthias Koban (CH)
5. Jamie Oliver (ESP)
6. Dominik Hernler (AUT)

Text & Foto:  Andreas Mohaupt / wakeboarder.de