Meterhohe Sprünge, faszinierende Airs begeisterten die Zuschauer und
ließen den Regen unbeachtet. Die Faszination des Wakeboardens siegte
somit auf ganzer Ebene und trotzte den widrigen Wetterverhältnissen.
Die in der Kategorie Open Ladies startende Ungarin Kinga Horvath zählt
seit Jahren zur Weltspitze und gab an diesem Wochenende wahre
Glanzleistungen ab. Verdienter Lohn war der Gewinn des Titels zur
Europameisterin. Marianne Sandner auf Platz 3 und Pauline Dyrschka auf
Platz 5 patzten in ihren Finals und konnten ihre Titel aus 2005 leider
nicht verteidigen. Bei den Junior Ladies eroberten gleich drei Deutsche
das Siegertreppchen. Neben Mona Stenzel (58.63 Punkte) stand Ginger
Pfennings (56.27 Punkte) auf Platz 2 sowie Sina Ten Brink (32.07
Punkte) auf Platz 3 und verwiesen dabei die Teilnehmerinnen aus
Großbritannien und Israel auf die Plätze 4 und 5. In der Kategorie
Junior Men gingen zwei Plätze auf dem Siegerpodium an Dominik Gührs
(Platz 2) und an Steffen Vollert (Platz 3). Ilja Weinert, der bei den
Masters an den Start ging, hatte sich bereits gute Chancen auf den
Titel des Europameisters ausgerechnet, wurde aber von Vukasin Cupic aus
Serbien auf den 2. Platz verwiesen.
Trotz dieser Erfolge,
belegte Großbritannien Platz 1 in der Teamwertung und verweist
Deutschland auf Platz 2. Möglicherweise wäre das Gesamtergebnis anders
ausgefallen, hätte der dreifache Weltmeister Bernhard Hinterberger und
die amtierende Weltmeisterin Julia Bormann mit an den Start gehen
können. Insgesamt rückt die internationale Elite aber immer dichter
zusammen und Deutschland hat eindeutig seine Vormachtstellung der
letzten Jahre verloren. Deutschland ist mit über 50 Seilbahnen das Land
mit den meisten Wakeboardern und hat eine enorme Vorbildfunktion inne,
die es nun zu festigen gilt. Um dies zu gewährleisten, sollen künftig
Leistungszentren ausgewiesen werden. Seilbahnen, die sich nachhaltig
für die Förderung junger Nachwuchsfahrer verdient gemacht haben, sollen
somit zusätzliche Motivation und Unterstützung erhalten.
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