Finale DM 2004 in Duisburg Wedau
Nein, nicht von Olympia ist hier die Rede, sondern von den Deutschen Meisterschaften 2004 am Cable. Inspiriert vom neuen Wakeboard Video von Liquid Force - Relentless, dessen Premiere die Rider bereits am Freitag Abend zu sehen bekommen haben, starteten 62 Fahrer in sechs Kategorien. Erfreulich war, dass auch die ganz jungen Mädels in der Girls Kategorie rocken. Bei dem Nachwuchs dürfen sich die Open Ladies bald warm anziehen...
Das Langenfelder Girls Quartett hatte sich nach den Vorläufen direkt für das Finale qualifiziert. Ebenso die Open Ladies bei denen fünf Frauen an den Start gingen, unter anderem eine Junior Girls Riderin. Bei den Masters kamen ebenfalls alle sechs Starter direkt nach der Quali ins Finale. Die Open Men, Junior Men und die Boys hingegen mussten bereits um das Finale kämpfen und beweisen wer am besten fährt. Bei einem Kurs voll gestickt mit Obstacles war es dementsprechend spannend und der eine oder andere hatte bereits in der Quali zu viel riskiert Es gab aber immer noch die Hoffnung im LCQ weiter zu kommen. Wortduellmäßig wurde das ganze natürlich vom Dreamteam Didi und Clint unterstützt, wobei Didi diesmal auch selbst auf dem Brett stand. Doch leider hat es für den Bayern nicht fürs Finale gereicht. Nachdem die Final Rider feststanden ging es auch schon mit dem ersten Run der Girls los und die jüngste Teilnehmerin (11Jahre alt) startete... Bei den Girls überzeugte Ginger Pfennings mit Boardslides am Slider und Hoochie Glide am Kicker. Als Wildcard versuchte sie dann einen Raley. Allerdings war das ein Raley to Face...
Nach dem Langenfelder Quartett ging es dann mit den Boys weiter. Hier waren nach einem kleinen Starterchaos neun statt acht Fahrer von insgesamt 15 Teilnehmern in dieser Kategorie im Finale. Es wurde ein hohes Niveau gezeigt und die Judges hatten mit Sicherheit keine einfachen Entscheidungen zu treffen. Doch allen voran konnte sich Dominik Gührs aus Aschheim durchsetzen. Der sympathische 14-jährige Münchner zeigte zwei perfekte Runs und sicherte sich somit die Goldmedaille, vor Tobias Dammith und Timo Lutkat. Nach den kleinen Jungs waren die ganz Großen an der Reihe: die Masters. Dirk Soddemann gewann den Titel vor Thorsten Bennecker und Ralf Hala, der sich mit der Duisburger Anlage nicht so recht anfreunden konnte. "Now it's Ladies Time..." sagte Didi ins Mikrofon und die Mädels fuhren los. Julia Bormann, die als eine der Favoritinnen galt, stürzte leider, konnte sich aber noch den dritten Platz sichern. Überraschenderweise ging der Titel der diesjährigen Wakeboard Queen nicht an Kirsten Frohmeyer sondern an Marianne alias "Mari" Sandner. Sie zeigte zwei saubere Runs mit fetten Tricks wie S-Bend, 360er am Kicker und Tantrum übern Kicker als Wild - Card. Kirsten musste sich somit knapp geschlagen geben...
Bei den Junior Men gab es eine weitere Überraschung, denn es wurden zwei erste Plätze vergeben. Peter-Pascal Schmidt, kurz P2, und Michael Skupin teilten sich das oberste Treppchen. Sie überzeugten die Judges mit ihrem gewohnten Style und dem hohen Niveau an Tricks. Die Bronze Medaille ereichte Phillipp Riedel. Zum Höhepunkt des Events waren die Open Men auf dem Wasser zu sehen. Wakeboarden per excellence, denn die Jungs lieferten eine gigantische Show für die Zuschauer. Ein paar waren allerdings zu mutig und stürzten zu früh um sich ganz nach vorne zu fahren. Bernhard "the machine" Hinterberger konnte seinen ersten Finalrun nicht optimal durchfahren, da sein Brett beim Double S-Bend to blind gebrochen war. Sein zweiter Run brachte ihn dann nur auf den undankbaren vierten Platz. Mit seinem unverwechselbaren Style hat sich Benni Sühs aus Langenfeld durchgesetzt und wurde somit Deutscher Meister 2004. Vize Meister wurde Björn "Bio" Seidler vor dem "Ticket Helden" Sebastian Thums. Auf Platz fünf konnte sich unser Gastfahrer aus Österreich, Meikel Derndorfer, behaupten.
Nach der Siegerehrung ging es direkt mit der Beachparty weiter und die neuen Titelträger konnten gebührend gefeiert werden. Was für ein Contest - aufregender und überraschender hätte er nicht sein können. Hoffentlich wird das nächstes Jahr genauso...

Alle Ergebnisse im Überblick:

Men
1. Süß,Benjamin 61,39
2. Seidler,Björn 54,56
3. Thums,Sebastian 52,71
4. Hinterberger,Bernhard 51,89
5. Derndorfer,Meikel 48,28
6. Weineret,Ilja 47,44
7. Unger,Patrick 47,11
8. Sauer,Jan 42,50

Ladies
1. Sandner,Marianne 51,00
2. Fromeyer,Kirsten 49,61
3. Bormann, Julia 36,72
4. Drefahl,Ines 29,11
5. Rapp, Stefanie 25,83

Junior Men
1. Skupin,Michael 56,00
2. Schmidt,Peter-Pascal 56,00
3. Riedel,Philipp 54,44
4. Thums,Andreas 51,11
5. Koke,Julian 40,94
6. Vollert,Steffen 39,72
7. Bagrowski,Daniel 32,39
8. Frederichs,Arne 29,83

Girls
1. Pfennings,Ginger 40,17
2. Bregers,Conny 34,61
3. Walaszczyk,Ilona 31,83
4. Brandt,Jannina 21,17

Boys
1. Gührs,Dominik 56,67
2. Dammith,Tobias 53,94
3. Lutkat,Timo 50,67
4. Marquis,Maurice 47,83
5. Kraus,Stephan 47,67
6. Simons,Kevin 45,44
7. Ruttkowski,Mike 42,89
8. auf dem Graben,Tim 32,67
9.Quintans,Daniel 21,17

Masters
1. Soddemann,Dirk 51,27
2. Bernecker,Thorsten 49,50
3. Hala,Ralf 45,89
4. Brand,Helge 31,72
5. Hilscher,Sven 30,17
6. Willamowski,Uwe 13,94